Wegekreuze in der Eifel

Wanderungen: Büdesheim - Duppach - Oos

Eine Wanderung, auf der wir sehr viele Wegkreuze bewundern können, führt uns nach Büdesheim. An dieser Stelle sollte dem Ortsbürgermeister der Gemeinde Büdesheim, Herrn Zierden, auf dessen Anregung die Büdesheimer Wegekreuze durch die Gemeindearbeiter restauriert wurden, ein besonderes Lob ausgesprochen werden.

Büdesheim

Station 1

Dort wollen wir mit dem hohen Kreuz an der Straße nach Lissingen beginnen. Auf dem höchsten Punkt, kurz vor dem Einmünden der Straße in den Wald, steht ein sehr hoher Bildstock aus Sandstein. Ein mächtiger Sockelstein gibt dem 3.50 m hohen Kreuz einen festen Halt. Der hohe, dicke Schaft, der sich nach oben etwas verjüngt, steht auf einem kurzen vierkantigen Schaftfuß. Die ganze Breite des Schaftes ist mit einer Inschrift versehen, die im ersten Teil in lateinischer und im zweiten Teil in deutscher Sprache verfasst ist. Diese beiden Schriftteile werden durch ein Beschlagmuster als Zierstück getrennt. Die Inschrift lautet:

»TRANSITIS PER VIAM ATENITE ET VIDE TRANSIT DOLOR SIMILIS SICUT DOLOR MEUS. TREN. 3. ANNO 1630 GERHARTS HUPRICHT UND MARTIN SUN UND GRET EHELEUT HABEN GOT ZU EHREN UND IHRER SEELEN ZUM HEIL UND TROST DIS CREUTZ LASSEN MACHEN«
Den Abschluss bildet eine Kreuzigungsgruppe, deren beide Beifiguren nicht frei stehen, sondern, durch eine Rückwand verbunden, mit dem Kreuz ein Stück bilden. Unterhalb des Bildwerks füllt ein Engelskopf mit gespreizten Flügeln das gesamte Kapitell aus. Dieses Meisterwerk ist aus einem Stück gehauen und hat, wie Messungen ergeben, ein Gewicht von über zwanzig Zentnern.

 

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